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Die Metallgießerei 1985 (Westfassade) nach Aufgabe des Werftbetriebes. Linker Anbau die ehem. Metallputzerei und Kernmacherei.
Die Metallgießerei 1985 (Südfassade). Rechter Anbau Trockenkammern und sg. „Meisterbude“.
Fotos: Sammlung Sönke Petersen, Kiel
1876
Georg Howaldt verlagert seinen Werftbetrieb auf das Nordufer der Schwentine und gründet hier die Kieler Schiffswerft.

1880 - 1884
Die Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt (Eigentümer Georg, Hermann und Bernhard Howaldt) wird von Kiel auf das Werftgelände in Dietrichsdorf verlagert. Nach Plänen des Architekten Heinrich Moldenschardt entstehen moderne Industriebauten wie Kesselschmiede und Eisengießerei.

1884
Die Gebr.Howaldt lassen nun auch die Metallgießerei errichten.

1889
Werft und Maschinenfabrik fusionieren zur Howaldtswerft.

1945
Am Kriegsende sind nahezu 80 % der Werftanlagen zerstört. Zu den wenigen funktionsfähig gebliebenen Gebäuden gehört die Metallgießerei.

1956
Vier Schmelzöfen werden von Koks- auf Ölbefeuerung umgestellt. Drei nicht mehr benötigte Öfen werden abgebrochen. Der charakteristische ursprünglich 14 Meter hohe Schornstein wird eingekürzt.

1980
Nach fast hundertjährigem Betrieb wird die Metallgießerei endgültig stillgelegt.

1983
Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) schließen das Werk Dietrichsdorf und konzentrieren die Produktion im Werk Gaarden.

1985 - 1990
Die Metallgießerei soll abgerissen und in das geplante Museum für Industrie- und Alltagskultur umgesetzt werden. Dagegen regt sich erheblicher Widerstand im Stadtteil.

1985 - 2001
Nachdem die Stadt Kiel das ehemalige Werftgelände erworben hatte, erfolgt der Abriss der meisten Bauwerke. Es entsteht hier jetzt der Ostuferhafen. Nur die Metallgießerei bleibt als letztes Erinnerungszeichen an die frühere Werft erhalten.

1992
Die Metallgießerei wird in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen und steht somit unter Denkmalschutz.

2005
Der Verein INDUSTRIEMUSEUM HOWALDTSCHE METALLGIESSEREI e.V. übernimmt die Metallgießerei. Mit Fördergeldern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Programms URBAN II der Europäischen Gemeinschaft und des Landesamts für Denkmalpflege wird das Gebäude saniert und zu einem Museum ausgebaut.

2007
Am 20. Mai wird das Museum durch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen der Öffentlichkeit übergeben.

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